In diesem Projekt haben wir uns intensiv mit dem Wesen und Wirken von Interviews beschäftigt. Es gibt die herrlichsten, abgefahrensten, unterschiedlichsten Interview-Formate und -techniken, die wir analysiert und an denen wir uns orientiert haben. Vom small talk über die Anamnese, das Kreuzverhör bis zum heimlichen Lauschangriff.

 

Interviewkontext

 

Uns wurde klar: Der Interview-Kontext entscheidet über die Interview-Qualität. Es gilt, die richtige, genau auf den Interviewpartner abgestimmte, fruchtbare Interview-Atmosphäre herzustellen: Platziere ich einen Interviewpartner in der Achterbahn oder im Zengarten? Dauert das Interview 10 Minuten oder 2 Tage? Setze ich Objekte, spezielles technisches Equipment, Alkohol ein?

 

Rolle des Interviewers

 

Ganz entscheidend für die Qualität eines Interviews ist ein Bewusstsein für die Rolle, in die ich als Interviewer schlüpfe: Wie verhalte ich mich im Gespräch? Will ich durch Fragen in Sicherheit wiegen oder provozieren? Will ich Hektik erzeugen oder lasse ich meinem Interviewpartner alle Zeit der Welt? Will ich kooperieren oder jemandem verbal voll auf die Zwölf hauen?

 

Neue Interviewformate

 

Dann haben wir – randvoll mit Interview-Spezialwissen – natürlich auch selber Interviews geführt und u.a. diese interesssanten Formate kreiert: Interview im Intimitätsraum Toilette. Halbschlafverhör. Hass-Therapiegespräch. Stalk talk.

Viel Vergnügen und die eine oder andere Inspiration dabei.



Sponsoren

 

Ein herzliches Dankeschön an das Weingut Blümel für die Bereitstellung feinster Weine für unsere Werkschau.